{"id":3813,"date":"2010-10-12T14:22:39","date_gmt":"2010-10-12T12:22:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/?p=3813"},"modified":"2010-10-12T20:03:08","modified_gmt":"2010-10-12T18:03:08","slug":"verlorene-herzen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/2010\/10\/12\/verlorene-herzen-teil-2\/","title":{"rendered":"Verlorene Herzen (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Gothic21.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3859\" src=\"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Gothic21-e1286646803970.png\" alt=\"\" width=\"437\" height=\"243\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie biegen auf die A95 ab. Schemenhaft fliegt in der Regengischt der Forstenrieder Park an ihnen vorbei. Beim Starnberger Dreieck verlassen sie die Autobahn. Riana besch\u00e4ftigt die Frage, wohin er sie wohl bringen wird. Auch ob er w\u00fctend reagieren w\u00fcrde, wenn sie ihn fragte, wohin die Reise geht? Sie rei\u00dft sich zusammen, ja unterdr\u00fcckt den brodelnden Vulkan in ihr, der jeden Augenblick eine Panikattacke in ihr auszul\u00f6sen droht. Sie \u00f6ffnet ihr T\u00e4schchen um sich die Nase zu pudern und um das beruhigende Moment zu nutzen, das ihr diese Handlung verleiht, als der Wagen pl\u00f6tzlich die Hauptstra\u00dfe verl\u00e4sst um bergan in ein bewaldetes Gebiet einzutauchen. Nach einer kurzen Weile gibt der Wald den Blick frei auf eine Lichtung mit einer stattlichen Villa, welche sich majest\u00e4tisch vor ihnen auf einem Berg empor reckt. Der Unbekannte steigt aus dem Wagen, umrundet denselben um dem M\u00e4dchen sogleich galant die Wagent\u00fcr zu \u00f6ffnen. Aufrecht begleitet er sie bis zu einem doppelfl\u00fcgeligen eichenen Eingangsportal, w\u00e4hrend er sich seine wei\u00dfen Handschuhe von den Fingern zieht. Ein Butler hat sogleich ge\u00f6ffnet und sie betreten eine diffus illuminierte Halle. Erdfarbene Ethno-Masken starren mit ihren diabolischen Fratzen von den W\u00e4nden. Eine breite, von m\u00e4chtigen Holzbalustraden ges\u00e4umte Eichentreppe, zieht sich inmitten der Halle bis hoch zum Obergeschoss, das mit einer gl\u00e4sernen Lichtkuppel bekr\u00f6nt ist, wo von dort aus das prasselnde Ger\u00e4usch der Regentropfen herunterhallt. Aus allen Richtungen ert\u00f6nt leise die Berlioz-Symphonie. Einschmeichelnd fragt er: ,,Was m\u00f6chten Sie trinken?&#8220;, w\u00e4hrend er beil\u00e4ufig Handschuhe und Mantel mit einer schwungvollen Bewegung seinem Butler \u00fcberl\u00e4sst. Riana z\u00f6gert &#8211; dann haucht sie: ,,Einen Wodka bitte&#8220;. Der Butler folgt den beiden mit dem Tablett in einen hohen, nur sp\u00e4rlich beleuchteten Raum. Dieser ist ausgeschm\u00fcckt mit \u00fcppigen Blumenbuketts in verschwenderischer Pracht. Pl\u00f6tzlich erstarrt sie zur Salzs\u00e4ule, als sie in der Mitte des Raumes im milden Licht von Wachskerzen in Kristall-L\u00fcstern, auf einem mit rotem Prokat kaschierten Postament, einen ge\u00f6ffneten schwarzgl\u00e4nzenden Sarg thronen sieht. Der Unbekannte zischelt: ,,Bitte entkleiden Sie sich, meine Liebe und ziehen Sie sich das hier \u00fcber&#8220;. Mit einer kalten Geste reicht er ihr ein schwarzes, mit Br\u00fcsseler Spitzen besetztes\u00a0Dessou. Z\u00f6gernd entledigt sie sich ihrer Kleidung um sogleich ganz nach seinem Willen das edle Zwirn \u00fcberzustreifen. ,,Fabelhaft, so ist es gut&#8220; schw\u00e4rmt er und bittet sie, sich nun in den Sarg zu legen. . . . . .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie biegen auf die A95 ab. Schemenhaft fliegt in der Regengischt der Forstenrieder Park an ihnen vorbei. Beim Starnberger Dreieck verlassen sie die Autobahn. Riana besch\u00e4ftigt die Frage, wohin er sie wohl bringen wird. 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