{"id":4154,"date":"2010-12-20T23:09:42","date_gmt":"2010-12-20T21:09:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/?p=4154"},"modified":"2025-06-24T07:23:32","modified_gmt":"2025-06-24T05:23:32","slug":"frohliche-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.morbidvision.de\/blog\/2010\/12\/20\/frohliche-weihnachten\/","title":{"rendered":"Fr\u00f6hliche Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p>Mit strahlenden Augen stehe ich schon im Oktober vor den Regalen des Supermarktes und be\u00e4uge das gro\u00dfe Angebot an Lebkuchen, Spekulatius, Baumkuchen, Dominosteinen und Schokonikol\u00e4usen. Meine Oma nimmt mich an der Hand und erz\u00e4hlt mir l\u00e4chelnd, dass es bald wieder so weit sei und Weihnachten dann wieder vor der T\u00fcr stehen wird. Obwohl es sich drau\u00dfen noch gar nicht danach anf\u00fchlt, bilde ich mir voller Vorfreude ein, den Schnee schon fast riechen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p>Im November stehe ich dann mit Mama und Oma in der K\u00fcche, Papa und Opa sind im Garten und hacken Holz. Wir Frauen haben Gr\u00f6\u00dferes vor! Die ersten Pl\u00e4tzchen werden gebacken. Aus der gro\u00dfen Sammlung Omas Pl\u00e4tzchenrezepten, darf ich mir zehn Sorten aussuchen, die wir die n\u00e4chsten Tage backen wollen. Es duftet \u00fcberall schon toll nach Weihnachten und durch das Fenster sehe ich die ersten Schneeflocken fallen. Nur noch wenige Tage und wir k\u00f6nnen wieder Schlittenfahren gehen. Ich darf den Rest des Teiges vom L\u00f6ffel lecken bis mir schlecht wird und dr\u00fccke euphorisch auf dem Teig herum, den ich gleich in die Form von Sternen, Herzchen, B\u00e4umen, Blumen und Engel bringen darf. <\/p>\n<p>Die fertigen Pl\u00e4tzchen sind in vielen bunten Blechdosen verstaut, an die ich nur mit Hilfe eines Stuhles rankomme. Wenn ich mir t\u00e4glich nur zwei Pl\u00e4tzchen nehme, f\u00e4llt es Mama hoffentlich nicht auf, denn eigentlich hat sie es verboten, davon zu naschen. Die Katze spielt mit der Weihnachtsdekoration, die Mama liebevoll mit mir im ganzen Haus verteilt. Der Christbaum wird aber erst am Vierundzwanzigsten morgens geschm\u00fcckt. Bis dahin sind nur noch f\u00fcnf T\u00fcrchen am Adventskalender zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p>Im Kleiderschrank von Mama und Papa hab ich das Versteck meiner Weihnachtsgeschenke entdeckt. Sie sind gro\u00df und schwer, aber ich habe nicht herausgefunden, was es sein k\u00f6nnte, da sie schon verpackt sind. Ich w\u00e4re vor Schreck beinahe vom Stuhl gefallen, als Mama mich zum Essen gerufen hat. Ich hab auch schon fast alle Geschenke fertig, das Bild f\u00fcr Opa muss nur noch ein bisschen bunter werden. Nach dem Mittagessen darf ich noch mit zwei Freunden raus in den Schnee bis es dunkel wird. <\/p>\n<p>Morgen ist Heiligabend, was f\u00fcr mich hei\u00dft, dass Mama den ganzen Abend in der K\u00fcche steht und Papa mir M\u00e4rchen vorliest, bis ich einschlafe. Als ich Papa frage, warum Opa nicht zugibt, dass er der Nikolaus war, l\u00e4chelt er nur und gibt mir einen Gutenachtkuss.<br \/>\nIch wache schon fr\u00fch auf und freue mich, dass heute Abend endlich das Christkind kommt. Ich \u00fcberpr\u00fcfe noch einmal die Geschenke f\u00fcr meine Eltern und Gro\u00dfeltern und bemerke, dass ich noch gar nichts f\u00fcr die Katze habe. Ich beschlie\u00dfe, dass sie sich bestimmt \u00fcber eine warme Wollm\u00fctze freuen wird und schneide eine Wollsocke von mir so zurecht, dass ich denke, dass sie auf einen Katzenkopf passen wird. Da es mir nicht ganz so gut gelingt, versuche ich dies an sieben Socken, bis ich ein Exemplar als gelungen erachte.<\/p>\n<p>Mama hat wohl schon geh\u00f6rt, dass ich wach bin, denn nun ruft sie mich zu sich, um mit ihr den Christbaum zu schm\u00fccken. Wir haben schon lange zuvor kleine Sterne aus Stroh gebastelt, die wir nun an die pieksenden \u00c4ste h\u00e4ngen wollen. Nachdem wir kleine Figuren, Sterne und die vielen Kugeln in zwei Farben gleichm\u00e4\u00dfig am Baum verteilt haben, muss Papa die Spitze draufsetzen, bevor wir die vielen kleinen Lichter mit einem Stecker anknipsen.<br \/>\nNun wird noch die kleine Holzkrippe unter den Baum gestellt, wor\u00fcber sich auch die Katze freut.<\/p>\n<p>Kurz darauf kommen Oma und Opa zu uns und Oma \u00fcbt erneut das Gedicht mit mir, welches ich auswendig lernen sollte. Auch die vielen Weihnachtslieder kann ich schon ganz ohne durcheinander zu kommen. Dann verschwindet Oma mit Mama f\u00fcr lange Zeit in der K\u00fcche und Opa spielt mit mir Spiele, bis ich keine Lust mehr habe. Daraufhin werde ich geschickt, um mein Kinderzimmer aufzur\u00e4umen, da das Christkind nur zu ordentlichen Kindern kommt. Es klingelt einige Male an der T\u00fcre und meine Tanten und Onkel mit Cousins und Cousinen bringen meine Ordnung wieder durcheinander. Ich darf noch mit ihnen spielen, bis endlich das Christkind mit seinem Gl\u00f6ckchen l\u00e4utet.<\/p>\n<p>Schnell st\u00fcrmen wir Kinder nach unten und suchen nach dem M\u00e4dchen mit dem lockigen, goldenen Engelshaar. Aber wie jedes Jahr waren wir wieder zu langsam und es ist uns erneut entwischt. Da wir jedoch brav waren, hat es uns Geschenke unterm Christbaum hinterlassen. Die von Mama und Papa aus dem Kleiderschrank sind auch dabei.<br \/>\nErst nachdem alle zusammen Lieder gesungen haben und jedes Kind sein Gedicht aufgesagt hat, d\u00fcrfen die Geschenke ausgepackt werden. \u00dcber meine Geschenke haben sich auch alle gefreut, au\u00dfer der Katze, die es wohl nicht so toll fand und beleidigt nach oben gerannt ist.<br \/>\nEs liegen sehr viele Geschenke auf dem Boden und acht St\u00fcck davon sind f\u00fcr mich. W\u00e4hrend wir Kinder unsere Geschenke bestaunen und ausprobieren, machen sich die Erwachsenen \u00fcber das Essen her, f\u00fcr das Mama und Oma so lange in der K\u00fcche standen. Wir Kinder d\u00fcrfen heute wieder besonders lange auf bleiben und zu viert im Schlafzimmer von Mama und Papa auf dem gro\u00dfen Bett schlafen. Das wird lustig.<br \/>\nIch finde, es sollte immer Weihnachten sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit strahlenden Augen stehe ich schon im Oktober vor den Regalen des Supermarktes und be\u00e4uge das gro\u00dfe Angebot an Lebkuchen, Spekulatius, Baumkuchen, Dominosteinen und Schokonikol\u00e4usen. Meine Oma nimmt mich an der Hand und erz\u00e4hlt mir l\u00e4chelnd, dass es bald wieder so weit sei und Weihnachten dann wieder vor der T\u00fcr stehen wird. 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