murakami411

Operation Deutschland

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Deutschland hat gewählt. Chef-Chirurgin Merkel hat nun eine neue Assistenzärztin: Frollein Schwesterwelle. Droht nun der Republik der Kollaps? Und wer hat dieses Personalproblem verursacht?

Durchleuchten wir einmal das Wahlergebnis: Von 62,6 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland haben laut einer Wahlbeteiligung von 72,5 % also 45,4 Millionen Bürger ihre Stimme abgegeben. 2008 gab es mehr als 900.000 ungültige Stimmen. Wegen der niedrigen Wahlbeteiligung und aufgrund einer leicht verbesserten Pisa-Plazierung ziehen wir eine minimale Substanz von geschätzten 400.000 Stimmen ab. Bleibt also unterm Strich die runde Zahl von 45 Millionen Stimmen.

45 Millionen Stimmen verteilen sich wie folgt auf die Parteien (Stand 21 Uhr):

33,7 % CDU = 15,16 Millionen
23,1 % SPD = 10,39 Millionen
14,6 % FDP = 6,57 Millionen
12 % Linke = 5,4 Millionen
10,6 % Grüne = 4,77 Millionen
1,9 % Piraten = 0,85 Millionen
4,1 % Andere = 1,84 Millionen

Was sind das nun für Wähler, die sich für die kommende Regierung aus CDU und FDP entschieden haben? Wer ist das?

In Bayern steht für die CDU die CSU – diese errang 41 % aller abgegebenen Stimmen. Von 9,7 Millionen Wahlberechtigten in Bayern gaben 71,4 %  ihre Stimme ab, das sind 6,93 Millionen Stimmen. Das ergibt bei 41 % für die CDU/CSU also eine satte Summe von  2,84 Millionen Stimmen allein aus Bayern.

Die BILDZeitung hat eine Reichweite von 11,49 Millionen Lesern. Davon ziehen wir den rechtspopulistischen Anteil von ca. 25 % (NPD-, DVU-, und Republikaner-Wähler) ab. Es bleibt somit ein konservatives Klientel von 8,62 Millionen Leser. Davon gehen etwas mehr als 30 % nicht zur Wahl; es bleiben ca. 6 Millionen.

Die FDP, auch als Unternehmerpartei bekannt, hat in ihrem Wahlkampf verstärkt auf sogenannte KMUs abgezielt. Dieser Begriff bezeichnet “Kleine und Mittlere Unternehmen”, die 99,7% von insgesamt 3,63 Million Unternehmen in Deutschland ausmachen, also 3,62 Millionen. Jedes dieser Unternehmen hat einen Chef und in etwa 47 % sind davon verheiratet. Das macht also 3,62 Millionen Chefs plus 1,7 Millionen Ehegattinnen. Davon gehen wiederum 30 % nicht zur Wahl, bleiben noch 3,13 Millionen Stimmen aus Chef-Etagen.

landwirt

Nun haben wir ein erstes Bild. Der CDU/FDP-Wähler ist ein konservativer Unternehmer aus Bayern, der gerne BILDZeitung liest. Dies macht eine Gesamtsumme von schlappen 12 Millionen Stimmen aus. Diese Stimmen kommen also von gewachsenen Stammwählern mit wirtschaftlichem, kulturellem und gelenktem Meinungs-Hintergrund. Bleiben noch fehlende 13 Millionen, die der kommenden Regierung aus Schwarz-Gelb zum Wahlsieg verholfen haben.

Wie von vielen Statistikern ermittelt, gibt es eine sogenannte “spontane” Wählerschaft, die sich erst kurz vor dem Urnengang entscheidet. Diese wankelmütigen Zeitgenossen, aber auch unsichere Erstwähler sind das Zünglein an der Waage. Mit 20 bis 30 % aller Stimmen stellen diese Vollpfosten mit einer massiven Zahl von etwa 11,4 Millionen Stimmen unsere Demokratie in Frage. Demokratie erklärt sich in Deutschland als Mitgestaltungsbefugnis des Bürgers in Staatsfragen via Wahlbestimmung von Volksvertretern und Parteien. Dieses Recht darf also nahezu jeder in Anspruch nehmen, unabhängig von Bildungsstand und Intellekt.

Und damit haben wir das Problem angeblich freier demokratischer Wahlen direkt an der faulenden Wurzel erkannt, aber noch lange nicht gepackt und ausgemerzt: Subilluminiertes Dummvolk, dass sich aufgrund ausgefeilter Marketingstrategien wie weichgezeichneter Wahlplakate oder himmelsschreiender Polit-Phrasen für ein Gesicht, eine Partei oder eine Wahllüge entscheidet. Nullinformiert wird das Kreuzchen gemacht, mit zum Teil haarsträubenden Aussagen, wieso gewählt wird und wer oder was:

“Isch wähle grün, weil des mir im meim Gaade so gut gefälld.”
Gerda K. aus Hoffenheim.

“Ich wähle, weil ich es kann.”
Peter S. aus Hannover.

“Mir habet schon immer die CDU gewählt!”
Hildegard V. aus Metzingen.

“Wählen ist Bürgerpflicht. Ich find aber keinen so gut.”
Volker K. aus Oldenburg.

Ich bin für die Einführung eines Polit-Führerscheins, der bei Vorlage zur Stimmabgabe bei Wahlen ermächtigt und nur Leuten ausgestellt wird, die sich eingehend mit allen gängigen Wahlprogrammen beschäftigt haben und ein Basiswissen in Politik und deutscher Geschichte aufweisen können. Das Allgemeinwissen muss ausreichend sein, aktuelle Zeitgeschehnisse kein Buch mit Siegeln darstellen und die mentale Resistenz gegenüber plumper Propaganda und Gehirnwäsche robust und gefestigt sein. Bildzeitungslesern wird der Polit-Führerschein bei augenscheinlichem Tatbestand sofort und unwideruflich entzogen.

Als nächstes fordere ich die Abschaffung der Parteienwahl und die Einführung einer sogenannten Kompetenzwahl. Dabei stellen sich Kandidaten für ein bestimmtes Ressort (zum Beispiel Umweltschutz) zur Wahl und anhand von themenbezogenen Aktivitäten und Erfolgen, Berufs- und Lebensläufen, Planzielen und innovativen Ideen soll der Bürger entscheiden, welcher Kandidat seiner Meinung nach am Besten für diesen Posten taugt. Hinter dem Kandidat stehen unabhängige Fachberater, Spezialisten und Akademiker, die den Kandidaten tatkräftig in seiner Arbeit unterstützen, ihm zuarbeiten und inspirieren sollen.

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murakami411

Spackolotl versus Fickzilla

Die Bundestagswahl steht bevor und schon beginnt die mediale Schlammschlacht: Da wird gehackt und beleidigt, gedroht und ausgelacht, von oben herab geschaut und von unten in die Eier gebissen. Da schaue ich mir doch lieber Jean Claude van Damme an, und den schaue ich nicht gerne. Haben unsere Politiker eigentlich noch was zu sagen? Parteiprogramme scheinen Relikte aus dem Dritten Reich zu sein und deshalb plazieren die “rude politicians” nur noch bildzeitungstaugliche  Headlines in die Twitterwelt. Zum Beispiel, dass Merkel die Ungesichtssteuer abschaffen will, um ihren eigenen Geldbeutel zu entlasten, Westerwelle die Atom-U-Boote aus dem Rhein entfernen lassen möchte und Steinmeier alle Hartz-4 Empfänger vergasen muss, um der Arbeitslosigkeit Herr zu werden.

politics

Das Phrasendreschen wird als populärer Sport in den Medien zelebriert, wie das Schächten eines Schafs im Gaza-Streifen: Überall schreiendes und orgastisch zuckendes Volk, während der messerschwingende Mullah die irr verdrehten Augen gen Mekka richtet und wildes Pizzafungi blubbert. Nicht anders gebärden sich deutsche Politiker in der Öffentlichkeit und dem blutrünstigen Mob gefällt die ausgeteilte Häme, denn er ist ja durch die BigBrother-Folgen zum Experten für Intrigen mutiert und dank der Superstars-Bohlen-Schelte desensibilisiert für verbale Tiefschläge. Im übrigen der gleiche Mob, der bei Brandkatastrophen die Feuerwehr absichtlich blockiert, um die Zahl der Brandopfer beim missglückten Seniorencamping zu verdoppeln.

Und dann hört man immer wieder die selbsternannten Mahner mit erhobenem Zeigefinger blöken (der iranische Wächterrat könnte sich eine Scheibe davon abschneiden, wahlweise abhacken): “Wer nicht wählt, wählt rechts!”. Was? Ja wieso denn nicht links? Wer nicht wählt, wählt einfach nicht! Es muss ja nicht immer Politikverdrossenheit der ausschlaggebende Grund sein nicht zu wählen. Manchmal eitert der Klumpfuß oder die Sportschau ist interessanter. Manchmal ist man gerade damit beschäftigt das Neugeborene in der Toilette zu ertränken und die Spuren zu beiseitigen. Sowas dauert und sowas ist wichtiger.

Ich werde auf jeden Fall wählen gehen. Leider bin ich wie immer die im tags darauf erscheinenden Lokalblatt einzige ungültige Stimme, weil ich jedesmal meinen eigenen Namen auf den Wahlzettel schreibe und mich selbst wähle. Weil ich bin voll gut. In echt. Doppelecht echt!

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Denkschmerz

Wenn Frauen hassen . . .

Voila – da ist sie ja – unsere Angela Ferkel – noch schräger, noch bekloppter als auf allen bekannten Darstellungen. Der Pioniergeist der frühen 90er dringt durch sämtliche Poren. Wieder, und insbesondere damals, Friseur: Fremdwort! Voll frisch, wie Nina, diese skandalöse Figur von Wolllust und Ausschweifung, es all den alten Fossilen auf ihre Hackfratzen zusagt! Die volle Freude!!! Sieh bitte selbst und begeistere dich für eine fast schon vergessene Form der Kommunikation: Archaisch, gnadenlos direkt, das Gesicht voll Hass und Bosheit sprühender Physiognomie. Eine verführerische Einladung, bei dieser verbalen Delikatesse intensiv mitzuhassen:


Weiteres besonderes Highlight: Eine von Frau Ferkel, indirekt über den Moderator, auf die Palme getriebene Talk-Teilnehmerin, welche, als hätte sie Belladonna konsumiert, sich plötzlich vor versammeltem Gremium ihres Slips entledigt um denselben wutentbrannt in die empörte Menge zu katapultieren. Einzig logische Erklärung für so ein Vorgehen: Allein schon die Anwesenheit von Frau Ferkel übt wohl eine desavouierende Wirkung auf sämtliche Primatinnen aus! 

Achte auf den letzten Satz einer ,,Geschädigten”: ,,Darum gibt es Kriiiiiiieg in der Welt! Wie lächerlich: Mein Gedanke dazu; wenn es wegen eines fliegenden Slips Krieg in der Welt gäbe, dann hätten wir uns alle schon längst ausgerottet!


(Böse befreit!)

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