murakami411

Egokosmos

Wir haben in unserem Leben immer wieder gestaunt, wie Biologen es geschafft haben, immer kleinere Dinge zu betrachten. Und Astronomen haben tiefer und tiefer in den nachtschwarzen Himmel gesehen, zurück in die Vergangenheit und hinaus ins Weltall.

Aber das Geheimnisvollste von Allem, ist vielleicht weder das Kleinste, noch das Größte, sondern wir, so wie wir sind.

Können wir uns überhaupt selbst erkennen? Und wenn ja, kennen wir uns dann wirklich? Was würden wir zu uns selbst sagen? Was würden wir von uns selbst lernen? Was würden wir an uns mögen, wenn wir aus uns heraustreten und uns selbst betrachten könnten?

“Another Earth”, 2011, USA.

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murakami411

Mythos Liebe

Weshalb fällt es dir so schwer, dir vorzustellen, dass ich verliebt sein könnte?

Weil … Liebe ist sowas wie der Yeti – ein Mythos, an den die Menschen gerne glauben wollen. Aber wenn man es wissenschaftlich betrachtet ist das alles Unfug.

Wird das ein langer Vortrag?

Liebe ist ein Schwindel, der von vorne erfunden worden ist, um die chemischen Reaktionen im männlichen Gerhirn zu erklären, die es uns biophysiologisch unmöglich machen dauerhaft mit ihnen zusammen zu sein. Wir halten fest – die Gehirne von Männern und Frauen sind unterschiedlich. Jetzt kommt ein Beispiel,  pass auf! Ich besorg´s einer Alten und liefere meine Ladung ab. Und was passiert dann? Antwort: Umdrehen und einschlafen! Und wieso?

Drogen und Pillen?

Falsch! Aufgemerkt! Sobald er gekommen ist, sorgt das männliche Gehirn dafür, dass ein Beruhigungsmittel ausgeschüttet wird:  Tryptophan! Ein Sedativum. Wir haben keine Wahl, wir könnnen uns nur zur Seite rollen und  wegpennen. Dafür hassen uns die Weiber, aber denen passiert genau das Gegenteil. Wenn es denen gekommen ist, dann wollen sie quatschen, kuscheln, die Möbel im Wohnzimmer nach Feng Shui umstellen, und wieso? Oxytocin!

Oxytocin?

Oxytocin! Eine Beziehungschemikalie. Ein natürliches Stimulanz. Das geht ab wie ein japanischer Drachen! Pass auf jetzt wird´s krank. Hör zu! Je länger sie mit einem zusammen ist, desto sicherer fühlt sie sich. Je sicherer sie ist, desto mehr schiesst das Hirn von dem Zeug raus. Je mehr davon ausgeschüttet wird, umso mehr wird geklammert. So sorgt die Natur dafür, dass die Weibchen an ihrem Deckhengst kleben bleiben.

Seit wann gibt´s einen Wissenschaftsteil im Hustler?

Liebe ist nichts weiter als eine menstruelle Halluzination, die Folge eines tragischen Unfalls bei der natürlichen Auslese. Und aus diesem Grund bist du weder jetzt noch überhaupt irgendwann verliebt. Wie beim Yeti!

 ”Your´re Fired!”, 2004, USA.

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murakami411

Gottes Gnade

Ich will keine Fremde vögeln!

Wieso nich?

Fremde töten andere Fremde!

Fremde blasen anderen Fremden auch einen. Du laberst Schwachsinn! Vielleicht ist diese Frau deine große Liebe und ja, ihr seid füreinander bestimmt. Genau deswegen … deswegen hat Gott das Internet erfunden!

Nein! Er hat das Internet für Pornos erfunden!

“The Virginity Hit”, 2010, USA.

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murakami411

Meister Proper

Die Jugend ist eine starke Lebenskraft.
Unschuld ist reine Lebenskraft.
Wir verlieren an Stärke, wenn wir
unsere Unschuld verlieren.
Die Unschuld ist das einzige was wir in
unserem Leben als Geschenk erhalten.
Für all die anderen Dinge müssen wir kämpfen.
In diesem Geschenk liegt die pure Reinheit.
In dieser puren Reinheit liegt die Kraft.

“Poltergeist III”, 1988, USA.

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murakami411

“We live to fight another day.”
Saul Goodman

“Breaking Bad / Staffel drei, Folge zwei”, 2007, USA.

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murakami411

As ugly as can be

Katja Riemann: “Du warst in Bangladesh, ne?”
Sibylle Berg: “Ich war überall. Überall ist  es
hässlich. Deswegen verreise ich nie.”

“Durch die Nacht” mit Katja Riemann und
Sibylle Berg, arte, 2006.

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murakami411

Soldat der Erde

Erste Version

Mutter Erde
meine Lebensgrundlage als Soldat
erfrische mich mit deinem blauen Wasser
dein roter Lehm dient mir als Haus
und deine grüne Haut als Nahrung

So trage meinen Körper
durch Raum und Zeit
immerdar

Du bist meine Tür
zur Unendlichkeit
zum Universum
und darüber hinaus

Ich bin dein
und du bist mein
ich grüße dich


Zweite Version

Mutter Erde
du bist meine Lebensgrundlage
als Soldat erfrischt mich dein blaues Wasser
dein roter Lehm dient mir als Haus
und deine grüne Haut als Nahrung

Hilf mir mein Gleichgewicht zu finden
wie du auch Erde, Luft und Meer
die mich umgeben
im Gleichgewicht hältst

Lehre mich mein Herz zu öffnen
und zu verstehen
dass du mir Kraft und Nahrung spendest

Mögen meine Stiefel
stets dein Antlitz küssen
und meine Schritte
deinem Herzschlag folgen

Trage meinen Körper
durch Raum und Zeit immerdar
du bist meine Tür zur Unendlichkeit
und darüber hinaus

Ich gehöre dir
wir sind eins
ich grüße dich

“Männer die auf Ziegen starren”,  2009, USA/UK.

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murakami411

Nirgendwo ist überall

“Denkt dran:
 Ganz egal wo Ihr hingeht – da seid Ihr dann.”

“Buckaroo Banzai”, 1983, USA.

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murakami411

Gut und Böse

Kommst du damit klar, hm?

Jajaja, den Schalter hier zwei Klicks nach unten. Ich war letzten Sommer mit einem Marine zusammen. Ein echter Waffenfreak. Meine Eltern haben ihn gehasst.

Kann ich mir vorstellen.

Weisst du, meine Mom hat recht. Es ist meine Schuld, dass wir hier sind.

Sie hat´s nicht so gemeint.

Doch das hat sie. Und es ist wahr, ich meine, sie sind damals tatsächlich nur meinetwegen weggezogen, das weiss ich. Sie haben befürchtet meine Freunde wären schlechter Einfluss. Dabei war ich der schlechte Einfluss. Es ist alles bloss noch beschissen.

Weisst du, als ich noch klein war, hat mich mein Vater immer nur dann beachtet, wenn ich was Böses angestellt habe. Du kannst dir also vorstellen wie ich drauf war.

Wie?

Ich hab mich echt bemüht, ein Böser zu sein. Das Problem ist, wenn du älter wirst und eine Familie hast, dann ist es gar nicht mehr gut, wenn du ein Böser bist. 

“”Legion”, 2010, USA.

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murakami411

Gott liebt Gewalt

Da sind Sie ja. Wir haben uns schon gefragt, wann Sie kommen. Steigen Sie ein. Na kommen Sie. Haben wir uns einen kleinen Spaziergang gegönnt, ja?

Ich hab mich nur etwas umgesehen.

Haben Sie Gottes letztes Geschenk genossen?

Was?

Gottes Geschenk: Die Gewalt! Als ich in meinem Haus nach unten kam und diesen Baum in meinem Wohnzimmer liegen sah, da schienen seine Äste nach mir zu greifen, wie eine göttliche Hand. Gott liebt Gewalt!

So hab ich´s noch nie gesehen.

Doch das haben Sie. Warum gibt es sonst soviel Gewalt? Sie ist in uns. So sind wir. Wir führen Krieg, verbrennen Opfergaben, plündern und brandschatzen und zerreissen unsere Brüder. Und warum? Weil Gott uns die Gewalt gegeben hat, um es ihm gleich zu tun.

Hat er uns nicht das Gesetz der Moral gegeben?

Es gibt kein klareres Gesetz als diesen Sturm. Es gibt überhaupt kein Gesetz, nur die Frage: Habe ich mehr Gewalt oder Sie?

Ich bin nicht gewalttätig.

Doch das sind Sie. Sie sind so gewalttätig wie Sie können. Ich weiss das, ich bin auch so gewalttätig wie ich kann. Wenn die Regeln der Gesellschaft abgelegt würden und nur ich stünde zwischen Ihnen und der nächsten Mahlzeit, würden Sie mir den Schädel mit einem Stein zertrümmern und mich verspeisen. Oder nicht? Cawley hält Sie für harmlos und kontrollierbar, aber ich weiss es besser.

Sie kennen mich gar nicht.

Doch ich kenne Sie.

Nein, Sie kennen mich kein bisschen.

Oh und ob ich Sie kenne. Wir kennen uns schon eine Ewigkeit. Wenn ich meine Zähne jetzt in Ihre Augen schlagen würde, könnten Sie mich aufhalten bevor Sie erblinden?

Probieren Sie´s aus.

So lob´ ich mir das! 

“”Shutter Island”, 2010, USA.

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