nyx

Bettgeflüster

Wie Sandpapier, so rau und trocken fühlt sich sein Rachen an. Zum einen, weil er gerade noch stöhnend nach Luft japste; zum anderen, weil ihm Erinnerungen die Kehle zuschnüren.

Gerade eben noch, erlaubte sie ihm, alles mit ihr anzustellen was immer er wolle. Und nun liegen sie nebeneinander; nackt, verschwitzt, erschöpft und befriedigt. Sie löscht die Kerzen und schmiegt sich an ihn, stört sich nicht an seiner klebrigen Haut, legt ihre glühende Wange auf seine Brust und zeichnet mit dem Zeigefinger kleine Kreise um die harte Brustwarze. Sie liebt es, nach dem Sex in schützender Dunkelheit zu liegen, gemeinsam abzukühlen und zu reden. Fragen zu stellen, die sie sich bei Tageslicht nicht auszusprechen traut.
Vor fünf Wochen trafen sie sich zum ersten Mal. Sie sind neugierig aufeinander; alles noch so aufregend, so neu und ungewohnt. Jedes Bruchstück des Körpers wird fasziniert erforscht, jedes Detail aus dem Leben des anderen interessiert und begierig eingeatmet.

Er drückt sie fester an sich und streicht behutsam über ihre Gänsehaut. Ob er schon mal etwas mit einem Mann hatte, möchte sie in dieser Nacht wissen. Obwohl der Raum stockfinster ist, reißt er die Augen auf und stagniert in seiner Bewegung.

Das erste Mal seit Jahren denkt er zurück an diese eine Nacht. Als er in seinem Bett lag, neben ihm das aufgeschlagene Buch, über dem er eingeschlafen war. Er weiß nicht mehr, worum es darin ging, doch erinnert er sich sehr genau, wie ihm die Decke weggezogen wurde. Der Geruch von Schweiß und Alkohol dringt beißend in seine Nase, als wäre er wieder dort, in seinem Kinderzimmer. Der Mund wurde ihm zugehalten, noch ehe er realisieren konnte was los war, als ihm die Pyjamahose nach unten gezogen wurde. Zwei starke Hände packten sein Becken und drückten sein Gesicht gewaltsam in das Kissen, während das stinkende Maul, ohne ein Wort zu sagen, direkt auf seinen Anus spuckte. Dann fing es an, lichterloh zu brennen. Äußerlich wie auch tief in ihm drin, als wäre er mit Benzin übergossen und die Flammen würden sich bis in seine Gedanken, in sein Gehirn fressen. So fühlte es sich an.
Wie gelähmt, war er weder Herr seiner Stimmbänder, noch über einen einzigen Muskel seines Körpers, der in dieser Nacht nicht sein eigener war. Er gehörte einzig seinem Peiniger, bis dieser aufstöhnte und mit dem Geräusch des Reißverschlusses und den geflüsterten und doch eindringlichen Worten “Kein Wort! Zu niemandem!” im erdrückenden Dunkel verschwand. Wie ein Häufchen kalte Asche blieb er allein zurück, sank in sich zusammen und hatte Sorge, beim kleinsten Windstoß die Glut erneut zu entfachen; wünschte sich einen starken Orkan, um sich darin in winzige Partikel aufzulösen.

Sie stupst ihn an, ob er eingeschlafen sei, wiederholt ihre Frage und gibt sich aus Müdigkeit mit seinem kargen ‘Nein’ zufrieden. Er dreht sich zur Seite und rollt sich unter stillen Tränen so zusammen, wie er es damals tat, als sein großer Bruder den Raum verließ.

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 3.1/5 (10 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: +10 (from 10 votes)
Geschrieben in nyx | Keine Kommentare
murakami411

“Fuck Machine” von Charles Bukowski

” … Nicht einmal schreiben will ich. Und wenn ich was schreibe, rutscht mir oft ein unverständliches Wort heraus und ich lass es einfach stehen. Oder ich vertippe mich. Sagen wir mal, ich will ein G tippen und treffe ein H. Und wenn es am Anfang eines Worts passiert, verwende ich eben ein Wort das mit H anfängt. Ist doch egal!”

Charles Bukowski

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 4.9/5 (7 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: +6 (from 6 votes)
Geschrieben in murakami411,Nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten oder mehr | Keine Kommentare
Decay

Warum ich nur auf Tittenwerbung reagiere.

Werbung ist eine wirklich schlimme Sache. Sie führt das fort, was die BRAVO und schlechte Musikvideoclips bei uns als Teenager angefangen haben. Überhaupt: MEDIEN. Grauenhaft. Ha, und das schreibe ich heute, ausgerechnet an Halloween! Wunderbar. (Grauenhaft und Wunderbar in einen Satz zu bringen- alleine dafür sollte ich den Pulitzer bekommen.)

Zurück zum Thema: Vor ein paar Tagen las ich einen facebook Kommentar einer Freundin. Sie regte sich über das Sammelsurium geschmackloser Pissoirs auf- denn fast alle stellten in irgendeiner Art Frauen dar, und verständlicherweise möchte niemand- nicht mal stilisierte Frauen- dass man auf oder in ihn rein pinkelt. (Oder sie)
Es folgten einige beipflichtende Kommentare- nur einer darunter war vielleicht nicht unbedingt angemessen, wenn auch sicher nicht bösartig gemeint, löste aber dennoch eine grundlegende Diskussion über das Bild der Frau in dieser unserer modernen Welt aus.

Nach einigem Hin und Her beider aufgebrachter Seiten mit wirklich witzigen kleinen Kommentaren wie “Ich hab rote Haare, ich kann das voll verstehen…” bei denen ich doch schmunzeln musste, kam ich nicht umher der ganzen Sache meinen eigenen Senf aufzudrücken.
Ich schrob, dass ohne urteilen zu wollen, aber dem vernunftbegabten Beobachter/in doch schon allein in der alltäglichen Print- und Fernsehwerbung klar und überdeutlich werden sollte, dass das Bild, dass uns von einer Frau und ihrer Rolle in der Gesellschaft vorgelebt wird, mehr als diskussionswürdig ist.
Wenn man mal nur einen Tag darauf achtete MUSS man sich ja fast schon auch als Mann dermaßen darüber MIT aufregen, wie kleingeistig und primitiv der Großteil unserer Medien funktioniert, dass so eine Rollenzuordnung überhaupt möglich ist. Als Frau würde ich kaum aus dem Haus gehen können ohne wütend zu werden, als Mann habe ich das seltene wenn auch ungerechte Privileg dass mir diese Dinge um so weniger auffallen, je weniger ich auf meine Umgebung achte.
Als Frau ist diese Konfrontation mit dem eigenen Geschlecht als junge/schlanke/blöde/willige/wertlose Sexplakatierung allgegenwärtig und dürfte auch die selbstbewusstesten Damen beizeiten einholen und wirklich beschäftigen, sofern sie nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben gehen.

Die Diskussionsstarterin pflichtete mir bei. Im Alltag begegnet man auf fast jeder vorstellbaren Ebene der Medien und Rollenverteilung einem Bild von Frauen, welches sich keiner so richtig gerne auf den Leib schneidern lassen würde. Ob nun Hosenhalbmasttragende HipHop Querulanten erklären dass Bitches nur zum vögeln da sind, Papa Mama anblökt warum die Stube (Was für ein schönes Wort- nebenbei) noch nicht geputzt ist oder die Plakate an den Bushaltestellen mit vollbusigen Blondchen Versprechen von Sex mit zwei dutzend ähnlichen Weibern geben, solange man nur ein entsprechendes Deo benutzt. Es ist- im wahrsten Sinne des Wortes- zum davonlaufen, aber leider nicht zu Entkommen.

ABER. Ich betrachte Dinge gerne immer aus allen Perspektiven. Und in dieser kleinen Aufführung gibt es auch die Sicht des MANNES. Wird dieser nicht auch stilisiert? Müssen Männer, glaubt man den angesprochenen Quellen, nicht immer muskulös, gutaussehend, technikbegeistert und von dicken Autos besessen sein? Traut man Männern denn nicht zu, dass sie auch auf andere Reize ansprechen als auf dicke Titten und suppentellergroße Brustwarzen? Männer werden in der Werbung darauf “reduziert”, dass sie triebgesteuert seien. Es geht darum, die Freunde zu beeindrucken und immer auf dem neuesten Stand mit der dicksten Hose zu sein. Natürlich ist diese verkorkste Geschlechterrolle die weitaus “angenehmere” von den Beiden zur Wahl stehenden. Nichts desto Trotz sind beide einfach Blödsinn.

Der Unterschied besteht darin, dass Männer in der Geschichte schon immer das “starke” Geschlecht waren. Sie hatten und haben immer mehrere Optionen, um gesellschaftlich anerkannt zu werden. Bist du klein, wirst du eben cool und unantastbar. Bist du hässlich kannst du mit Hacken und krassen Computerskills punkten. Bist du blöd trainierst du dir eben Muskeln an und hoffst, dass niemand dich nach der Anzahl unserer Bundesländer fragt.
Was ich damit sagen will ist: Männer haben einen wesentlich bequemeren Ausgangspunkt. Sie können sich sicher fühlen, denn irgendwie kommen sie schon zu ihrer Akzeptanz und ihrem Erfolg, mit ungemein weniger Aufwand als die meisten Frauen. Das ist wie einer dieser Bengel die von zu Hause ausziehen aber alles von Mutti und Vati bezahlt bekommen. Egal wie dämlich du dich anstellst, du kannst immer darauf wetten, dass am Anfang des Monats eine Notüberweisung der Eltern auf dem Konto landet.

Frauen hingegen mussten lange für ein gewisses Ansehen kämpfen. Es dauerte Jahrzehnte, aus der Rolle der treudoofen Hausfrau rauszukommen- und heute, 2011, diskutieren wir ernsthaft über eine Frauenquote? Ist das nun förderlich, weil sie dadurch unterstützt werden? Oder ist es eher eine begläubigte Unterschrift unter die Tatsache, dass die armen kleinen doofen wehrlosen Frauen es alleine nicht hinbekommen?
Quintessenz ist: Männer können den Medien wesentlich gelassener begegnen. Sie halten die vorteilhaftere Rolle inne, auch wenn sie natürlich genau wie Frauen von der Werbung in eine hirnrissige und fragwürdige Rolle gedrängt werden. Nur befinden sie sich in keinem Zweikampf um Akzeptanz: Entweder ich oder dieses bescheuerte Bild von mir.

Das Ding ist- und darauf brachte mich meine Freundin: Die Emanzipationsbewegung tut sich eigentlich keinen Gefallen, wenn sie sich stets und ständig über alles aufregt. Wie in fast allen Themenbereichen gilt es auch hier, ein gesundes Mittelmaß zu finden und manche Dinge einfach nicht ernst zu nehmen- das sollten Männer im Übrigen dringendst genau so tun. Die tun sich absolut keinen Gefallen damit, wenn sie unter solche und oder ähnliche Frauen-als-Pissoir-Fotos Kommentare schreiben wie “Höhö, Geil.”, weil es nur dazu führt, dass diese gesammelt werden, den Werbespinnern in ihrer beschränkten Welt vermitteln dass wir das toll finden und wir somit nur NOCH mehr Möpse sehen müssen, wenn wir uns durch das Internet bewegen. Mal ehrlich Freunde, ich KANN diese eine blonde Tussi nicht mehr sehen, die mir tagaus tagein weißmachen will, dass sie aus Berlin Marzahn kommt und nur darauf WARTET, dass sich endlich irgendwer dazu ERBARMT vorbeizukommen und sie ENDLICH von ihrer wahnsinnigen Geilheit befreit, einfach so, völlig kostenlos. Die hat es nämlich SO bitter nötig, dass sie jeden Tag umzieht und mal aus Marzahn kommt und tags drauf aus Lichtenberg, Neukölln oder an ganz verzweifelten Tagen sogar aus Gimmeldingen. Diese arme Frau! Zieht jeden Tag um und sich ständig für mich aus! Kommt dauernd aus anderen Ortsteilen aber nie zum Orgasmus! Was für ein Schicksal.

Ich möchte mal eine Coca Cola Werbung sehen, in der ein pickliger kleiner fettstirniger Knirps vorm Computer hockt, World of Warcraft spielt und sich ein Stück Pizza dazu zwischen die Backen schaufelt.
Oder eine Parfumwerbung, in der sich eine 54 Jahre alte Schrapnelle noch eben schnell was in ihre Haare pfeift, bevor sie sich in ihrem wahnsinnig geschmacklosen Kleid aus dem Haus macht.
Oder um Himmels willen endlich mal eine Bierwerbung ohne gutgebaute kernige Businesstypen die am Stand entlangwatscheln und sich durch ihr volles Haar fahren.
Ich wäre sogar zufrieden mit einer McDonalds Werbung, in der Burger aussehen wie traurige lapprige knatschige Kaugummis, die kaum zwei Finger breit sind und bestimmt schon drei Tage in der Sonne gelegen haben müssen.

DAS Produkt würde ich sofort kaufen. Und wenn es Scheisse ist- es wäre wenigstens ehrlich.

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 3.1/5 (7 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: +4 (from 6 votes)
Geschrieben in Kapitale Wissenslücken | 5 Kommentare
nyx

Aus alt mach neu

Sie hält eine Pinzette in der rechten Hand und starrt sich so nah im Spiegel an, bis alles um die schwarzen Stoppeln der Augenbrauen in einem vernebelten Schleier verschwimmt. Als er plötzlich neben ihr auftaucht, zupft sie sich vor Schreck in die Haut des Lides, sodass ihr die Tränen ins Auge schießen.
- Wann bist du heute verabredet?
- Man! Schleich dich nicht immer so an!
- Entschuldige.
- Hatte ich dir schon gesagt. Um 22 Uhr im Club Central.
- Wer ist alles dabei?
- Interessiert dich das wirklich? Nur die neue Kollegin und ich.
- Dann wünsche ich euch viel Spaß.
Schon war er wieder gewohnt desinteressiert aus dem Türrahmen verschwunden. Sie reckt den Kopf, um ihm skeptisch hinterher zu sehen, wie er langsam in Jogginghose und altem T-Shirt zur Couch trottet, die Tageszeitung in der einen, eine Flasche Bier in der anderen Hand.
- Danke. Mal sehen. Sie ist nett. Und was wirst du machen?
- Heute läuft Fußball.

Natürlich, was auch sonst! Ihr Blick fällt auf eine der Leinwände im Flur, auf der sie schmeichelhaft in warmen Erdtönen abgebildet ist. Er hatte sie vor zwanzig Jahren sehr oft gemalt, konnte sich damals nicht an ihr satt sehen. Das war die Zeit, als er ihr noch liebevolle Kosenamen gab, sie fühlte sich begehrt und geliebt, glaubte dieses Gefühl würde ewig währen. Nun vergleicht sie es mit ihrem Spiegelbild und kramt zögerlich in ihrem Schminkköfferchen, das sie bei jedem der seltenen Einsätze erst mal von einer feinen Staubschicht befreien muss.
Die Vorfreude auf den Abend ist groß, so selten bricht sie aus dem Alltag aus, erlebt etwas Anderes, Neues. Seit vier Monaten arbeitet sie nun mit ihrer neuen Kollegin Lydia in einem Büro, heute unternehmen sie zum ersten Mal auch privat etwas miteinander. Um mit der zehn Jahre Jüngeren annähernd mithalten zu können, schlüpft sie in ihr schönstes Outfit, in das sie erst seit kurzem wieder hinein passt, ohne den Bauch einziehen zu müssen. Sie legt den teuersten Duft auf und den edelsten Schmuck an, den sie besitzt.
Als sie sich eine Stunde später mit klackernden Absätzen und einem flüchtigen Kuss von ihrem Mann verabschiedet, genießt sie insgeheim das kurze Aufleuchten ob ihres Anblickes, seiner in letzter Zeit so müden Augen und glaubt seinen Blick auch noch zu spüren, als sie die Wohnungstür hinter sich schließt und er sich ins Badezimmer begibt.

An der Bar teilen sie sich Selbstbewusstsein und gute Laune aus einer Flasche, gewöhnen sich an die laute Musik, tauen langsam auf und fangen nach einigen Momenten des Unbehagens an, sich zu amüsieren. Dass Gespräche nicht möglich sind und sie den Altersdurchschnitt mit ein paar wenigen Ausnahmen beachtlich senken, stört sie ab dem ersten Schritt auf die Tanzfläche nicht mehr. Ausgelassen tanzen sie, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, sie haben Spaß. Irgendwann fordert Lydia eine Pause ein, um auf den Barhockern mit kühlenden Getränken wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Lydia sieht sich aufmerksam in dem großen Raum um und macht ihre Kollegin kurz darauf auf einen gepflegten, sehr attraktiven Mann aufmerksam, der auf der anderen Seite der Bar sitzt und die beiden wohl schon seit einiger Zeit beobachten würde. Neugierig folgt sie dem Blick der Jüngeren und ärgert sich ein wenig, dass sie heute aus Gründen der Eitelkeit ihre Brille nicht trägt.
Dann sieht sie ihn ganz deutlich. Wie er sie ungewohnt und doch vertraut charmant anlächelt, dabei mit seinem Whiskyglas spielt, es in einem Zug leert und nüchtern aufsteht, um auf sie zuzusteuern. Was das Flirten angeht, ist sie längst aus der Übung, blickt leicht verschämt zur Seite, will dennoch das Spiel mitspielen, entzieht sich jedoch dem direkten Kontakt, indem sie sich erneut auf die Tanzfläche begibt und ihre Kollegin wortlos an der Bar zurück lässt, die die Situation und auch die weiteren Szenen neugierig und unwissend verfolgt.
Während sie immer wieder seine bewundernden Blicke sucht, bewegt er sich langsam auf sie zu. Sie fühlt sich wie zu Teenagerzeiten, er tanzt sie an, während sie ihm den Rücken zudreht und versucht, sich extra aufreizend zu bewegen. Obwohl ihr warm ist, dehnt sich eine Gänsehaut auf ihrem blassen Körper aus, als er sich ihrem Nacken nähert und ihren Duft einatmet. Er traut sich nicht sie anzufassen, als würde er sie mit einer einzigen Berührung kaputt machen und mit ihr auch den Moment zerstören. Sie brauchen beide keine Worte, denn ihre Körper sprechen ganze Bände der selben Sprache. Lange fühlte sie sich nicht mehr so begehrt, so gewollt. Obwohl er bei all seinen Bewegungen auf ein paar Zentimeter Distanz achtet, spürt sie ihn ganz nah, so vertraut, bis er nach einer halben Ewigkeit des Prickelns an ihr vorbei in Richtung Ausgang geht und sie von dort aus bedeutsam ansieht.
Ein unsicherer Blick zu ihrer Kollegin zeigt ihr, dass diese sich mit einem Kerl Marke Surflehrer amüsiert und daher keinen Grund für Zögerungen darstellt. Sie zupft ihren Rock zurecht und geht selbstbewusst lächelnd auf die ungewohnt anmutende Männlichkeit zu. Fühlte sie sich soeben noch mutig, macht er sie im nächsten Moment schwach, indem er sie unvermittelt zu sich zieht, eine Hand an der Taille, die andere vorsichtig am Nacken, um sie erst behutsam und dann immer fordernder zu küssen. Würde er sie nicht so fest im Griff haben, würden ihre Knie nachgeben.

Begierde und Leidenschaft füllen das Taxi aus und beschlagen die Fenster, wie seine beharrlich suchenden Hände ihren Verstand. Als er sie gegen die kalte Wand im Flur direkt neben den Bilderrahmen drückt, liegt ihre Kleidung längst auf dem Boden verteilt. Seine Stärke macht sie schwach. Je grober er sie anpackt, desto mehr Verlangen spürt sie und gibt sich ihm willig hin, überlässt ihm die Macht über ihren flehenden Körper. Im Bett sucht sie nach Halt, krallt sich in Laken und Matratze, windet sich, bittet stöhnend um Erlösung, gräbt ihre Nägel schließlich in seine Haut bis er sich vor ihr aufbäumt, endlich ihre Beine nach oben reißt und so hart und tief in sie vorstößt, wie sie noch nie genommen wurde. Nach einer Explosion geballter Lust und pulsierender Empfindungen, sinken sie beide geschwächt und befriedigt auf die Matratzen.

Vorsichtig hebt sie ihren brummenden Kopf an, mustert flüchtig die Spuren der verlaufenen Wimperntusche auf ihrem Unterarm und blinzelt mit schweren Lidern der Sonne entgegen, die ihre Wärme hemmungslos durch die Jalousien direkt auf ihren nackten Körper legt, der sich quer über das ganze Bett erstreckt. Er sitzt konzentriert auf einem Stuhl und blickt immer wieder über den Rand eines Zeichenblockes, während sich seine rechte Hand eifrig auf dem Papier bewegt. Seine vertraute Silhouette hebt sich dunkel vor dem Fenster ab.
- Was machst du da?
- Guten Morgen Liebling. Nicht bewegen! Du bist heute so schön wie nie zuvor, das muss ich unbedingt festhalten.

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 3.7/5 (7 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: +5 (from 7 votes)
Geschrieben in Nachdenkliches,nyx | Keine Kommentare
nyx

Dein Wille geschehe

«Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.» (Schopenhauer)

Er starrt auf die Spitzen ihrer Lederstiefel und traut sich kaum sich zu bewegen. Er weiß, dass sie die Gerte schwingen würde, würde er den Blick anheben. Seit drei Jahren ist er schon ihr Sklave, erzählte sie mir vorab. Sie erzählt mir vor jedem neuen Kunden etwas über ihn und ihre Beziehung zueinander. Nicht alle Kunden sind Männer, obwohl ich das naiver Weise angenommen hatte. Er ist anscheinend trotz Ehefrau zu jeder Zeit in der Lage, auf ihre Bestellung hin hier zu erscheinen. Auch das rüttelt an meinem Weltbild. Welche Ausreden er dafür benutzt, interessiert sie anscheinend nicht. Sprechen darf er sowieso nur, wenn sie es ihm erlaubt und auch dann nur um zu antworten oder aber über seine Vorlieben zu berichten. Und die sind ganz offensichtlich devoter Art.

Ich sitze, ebenfalls still, in einer Ecke des Raumes auf einem Kissen, meine Hände an eine metallene Vorrichtung gefesselt, bei der ich noch immer nicht weiß, wofür sie ist. Für zwei Wochen darf ich die Herrin bei ihrer Arbeit genau beobachten. Die Kunden glauben ich sei selbst Kundin, die gerade mit Ignoranz bestraft wird. Daher tolerieren sie meine Anwesenheit.
Andere in meinem Alter machen während der Ferien ein Praktikum in der Bank, bei einer Boutique oder einer Schreinerei, ich absolviere meines bei einer Domina, unentgeltlich versteht sich. Anerkennen würde es mir vermutlich niemand, doch kann ich etwas über die Menschen und auch mich selbst lernen. Es ist nicht so, dass ich selbst Domina werden möchte, ich will nur ein bisschen herumexperimentieren und erfahren, was Menschen dazu bewegt, die Herrin aufzusuchen. Ich selbst wäge noch ab, ob ich eher die devote oder die dominante Rolle einnehmen würde, müsste ich mich entscheiden. Momentan mime ich das devote Schulmädchen, für die ich laut der Herrin am wenigsten schauspielern muss.

Nach einem brünetten Mädchen mit vielen Tattoos über den Körper verteilt, welches ich in meine Altersklasse schätzen würde, ist er der erste männliche Kunde, den ich miterleben darf. Nachdem die Herrin ihn dazu zwang, sich selbst glatt zu rasieren, damit seine Frau später auch noch etwas davon hat, sitzt er nun mit nacktem Arsch auf den kalten Fliesen und streckt ihr seine Erektion entgegen. An seinem rechten Nippel befestigte sie eine Klammer mit einem Gewicht, durch das er bei jeder seiner Bewegungen unter Schmerz das Gesicht verzieht und leicht aufstöhnt. Ich beobachte alles, während ich zusammengekauert unter meinem Arm hervorluge und darüber nachdenke, warum er sich so gerne quälen und schikanieren lässt.
Auf ihren 14cm-High-Heels stolziert sie um ihn herum, kontrolliert dabei mit der Gerte seine verrichtete Arbeit und ist mit dem Ergebnis anscheinend so zufrieden, dass sie zur Belohnung die oberen Knöpfe ihres Lederkostüms öffnet, bis ihre Brustwarzen hervorblitzen.
Nach einem kurzen Blick auf ihre entblößte Haut, habe ich das Gefühl anstandshalber wegsehen zu müssen. Sie ist aufmerksam und blickt mit einem schiefen Lächeln in meine Richtung, während sie ihn anherrscht, einen vorbereiteten Eimer aus der Abstellkammer zu holen. Dort hat sie mir gestern ihr großes Arsenal an Spielzeug gezeigt.
Sie verbietet ihm, sich selbst anzufassen, kennt ihn wohl schon so gut, dass sie weiß, dass ihn der Anblick der vielen Utensilien anmacht.

Sie schiebt ihren Rock etwas nach oben und setzt sich breitbeinig auf den schwarzen lackglänzenden Tisch, der in seinem Spiegelbild so manches offenbart, was mich dazu zwingt erneut wegzusehen. Mit barschem Ton weist sie ihn an, sich zu beeilen und den Eimer unter dem Tisch abzustellen. Ich nehme an, dass er für ihr Verlangen zu langsam war, da er drei Hiebe der Gerte auf seinem nackten Rücken zu spüren bekommt, als er sich wieder vor ihr niederkniet. Sie lässt ihm Zeit dem anscheinend sehr lustvollen Schmerz nachzuspüren, zieht ihn dann an seinem Schopf näher an sich heran und zwingt ihn, sein Gesicht unter dem Rock in ihrem Schoß zu vergraben. Ich konzentriere mich auf meine Fingernägel und sehe alle paar Sekunden beschämt auf, um nachzusehen, ob ich etwas verpasse. Sie hingegen hält den lüsternen Blick die ganze Zeit über auf mich gerichtet. Mag sein, dass es seinem Willen entspricht sich ihr anheischig zu machen, dennoch wirkt er absolut willenlos und das stimmt mich nachdenklich!

Warum nur ist er so willenlos? Besitzt er denn überhaupt einen eigenen Willen? Wäre es möglich, dass es ihm einfach reicht, das Gefühl zu haben, einen freien Willen zu besitzen und unbedeutende Entscheidungen zu treffen, während er fremdbestimmt wird? Eventuell war er ja dafür bestimmt, ihr zu dienen, ihren Wünschen nachzukommen und alles zu tun, was sie befiehlt. Kann man dabei von Determinismus sprechen, oder beschränkt sich dieser auf Naturgegebenheiten wie z.B. ausgewählte Kleidung aufgrund der Witterungsverhältnisse? Darf ich demnach weiterhin an Zufall glauben? Naja, für Glauben ist hier nicht der richtige Ort, wenn ich mich so umsehe.

Sie erzählte mir gestern von einem Kunden, der danach verlangte, gewürgt zu werden bis er ohnmächtig wurde. Mein erster Gedanke war, er wolle dem Tod nahe sein, hätte den Lebenswillen verloren. Sie erklärte mir, dass ihm diese Art der Atemkontrolle nur gigantische Orgasmen verschaffte und es mehrere Menschen gibt, die diesen Kick brauchen. Da er irgendwann nicht mehr auftauchte, nimmt sie an, er sei zu weit gegangen. Ich bat sie darum, bei solchen Kunden nicht zusehen zu müssen und vereinbarte mit ihr, jederzeit mein Praktikum abbrechen zu dürfen. Dabei kommt mir der Gedanke, dass die Triebe uns eventuell willenlos machen und uns beherrschen wie ein innerer Dämon. Die Herrin lächelt nur verschwörerisch, wenn ich ihr solche Fragen stelle, während wir alleine sind.
Wie verhält es sich mit diversen Krankheiten, die einem den Stempel Unzurechnungsfähig aufdrücken? Rauben die einem den eigenen Willen oder lässt der Körper einfach keinen Raum mehr dafür? Was ist mit Manipulation? Auch durch Gewalt lässt sich auf kurz oder lang jeder Wille brechen. Ich erhalte keine Antwort.

Sie entzieht sich ihm, schubst ihn zur Seite und zündet sich eine Zigarette an, pustet den Rauch in seine Richtung, schnippt die Asche auf den Boden und weist ihn mit harschem Ton auf den Dreck hin. Er versteht sofort, dass er nun den Boden auf allen Vieren wischen darf. Wie immer kommt er ihrem Begehren brav und ohne Widerworte nach. Und wie er mit gleichmäßigen Bewegungen auf den Knien über den Boden rutscht und jede einzelne Fliese schrubbt, steigt in mir der Gedanke auf, der Wille könne anerzogen sein. So wie die Herrin ihre Sklaven durch Züchtigung und Demütigung den eigenen austreibt und ihren dafür aufzwängt. Woher hat sie dann den Ihrigen? Oder werden wir alle bei bestehendem Willen nur zur Meinungsbildung erzogen und ich selbst besitze auch keinen Willen?
Die Meinung ihrer Kunden interessiert hier jedoch selten. Dabei frage ich mich, ob außerhalb dieser Wände deren Ansichten eine Rolle spielen und ob sie in der Lage sind, Veränderungen zu erzeugen und ihre eigene Meinung zu revidieren?

So könnte sie bestimmt sofort damit aufhören, ihren Sklaven zu demütigen und ihm konzedieren, auf der Stelle nach Hause zu gehen. Doch ihr augenscheinlicher Wille lässt das nicht zu und seinem entspricht dies vermutlich auch nicht. Wenn wir nicht nach freiem Willen handeln, bedeutet das nicht, dass es nicht trotzdem unserem Willen entspricht. Ich bin schließlich auch aus freien Stücken hier, obwohl ich mich in manchen Situationen frage, was ich hier zu suchen habe.
Als er erneut unterwürfig vor ihr kniet, nachdem er den Boden außerhalb meiner Reichweite bearbeitet hat, ist seine Erektion noch immer nicht abgeklungen, was die Herrin dazu anspornt, noch gemeiner zu ihm zu sein. Sie zieht ihm gewaltsam die Klammer vom Nippel ab und bohrt ihren Pfennigabsatz in seine Schulter, bis er sich wimmernd auf den Rücken fallen lässt. Mit eisiger Ignoranz geht sie klackernd an ihm vorbei, lächelt mich vielsagend an und verlässt den Raum um ein Telefonat zu führen. Als sie zurückkehrt, sieht sie dass er von mir abgewandt selbst Hand anlegt, was ihrerseits natürlich augenblicklich durch Schläge auf seinen Wanst bestraft wird.

Offenkundig wird ihm in ihrer Abwesenheit, auch wenn wir davon ausgehen würden keinen freien Willen zu besitzen, zumindest die Wahl gewährt, ob er nach links oder nach rechts geht, welchen Beruf er ausübt, was er zu Abend isst, wofür er sein Geld ausgibt, ob er die Rasierklinge im Gesicht oder an der Pulsader ansetzt. Das ist interessant zu beobachten, da wir diese und ähnliche Entscheidungen alle aufgrund unserer kulturellen Herkunft treffen müssen, die an einem anderen Ort vermutlich gar keine Rolle spielen würden. Was wiederum bedeutet, dass wir uns an ein System anpassen müssen, um einem freien Willen nachkommen zu können. Widerspricht das nicht dem, was ich mir unter einem freien Willen vorstelle? Oder verwechsle ich gerade die Begrifflichkeiten mit der Freiheit? Diese scheint dann hinfällig, sobald ich mir nicht aussuchen kann, in welche Kultur oder Gesellschaft ich hineingeboren werde. Wäre ich mit so viel Entscheidungsgewalt sogar überfordert?

Überforderung zeigt außerdem auch sein Gesicht, als es wenige Minuten später ungeduldig an der Tür klingelt. Er hatte nicht damit gerechnet Gesellschaft zu erhalten, da er bisher stets ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen durfte, sofern man mich hier in der Ecke ignoriert. Auch ich weiß nicht was als nächstes geschieht. Sie scheint einen weiteren Sklaven eingeladen zu haben, dem sie noch im Flur befiehlt sich auszuziehen, bevor er das sogenannte Spielzimmer betritt.
Neugierig beobachte ich, was als nächstes passiert und bin froh darüber, nur passiv anwesend sein zu dürfen.
Zwei entgleiste Gesichter treffen aufeinander, als der nackte Neuankömmling auf allen Vieren an einer Art Hundeleine von der Herrin hereingeführt wird. Nach einer Schrecksekunde streifen mich zwei Augenpaare, die jedoch schnell zu erkennen scheinen, dass ich nichts damit zu tun haben kann. Daraufhin vereinen sich ihre Blicke zu einem einzigen vernichtenden Blick gegen die Herrin, die sich köstlich darüber amüsiert. Die beiden Männer scheinen zu ahnen, was geschehen wird, da beide so wirken, als würden sie sich am liebsten gegenseitig umbringen, oder gemeinsam die Herrin angreifen.
Würden sie jetzt aus den Normen herausbrechen, die uns zwingen bestimmte gesetzeswidrige Dinge zu unterlassen, würde sie spätestens durch System und Justiz den vermeintlich eigenen Willen abgesprochen bekommen. Also dürfen wir unseren Willen nur soweit ausleben, dass wir das System und dessen Konstrukt aus Regelwerken nicht gefährden und müssen uns zeitgleich für weitere Regeln und Strukturen entscheiden, die z.B. ein Job oder die Öffnungszeiten mit sich bringen. Würde wir nach Freiheit streben und uns dem System entziehen wollen, hätten wir nur die Wahl zwischen Auswandern oder auf der Straße leben, wobei Ersteres in ein anderes System zwängen würde, an welches man sich ebenso anpassen müsste. Und auf der Straße erscheint mir mein Wille nutzlos und Freiheit wird zur individuellen Definitionssache. Während sie für den einen der Marathonlauf bedeutet, ist für den anderen eine warme Mahlzeit alles was er an Freiheit braucht.

Für diese zwei Herren bedeutet im Moment Freiheit vermutlich einfach nur eine Herrin für sich alleine zu haben, ohne Konkurrenz und ohne Zuschauer wie mich. Diesem Wunsch scheint sie nicht nachkommen zu wollen, im Gegenteil. Sie spricht aus, was sie sich in den Kopf gesetzt hat und verlangt von ihrem braven Sklaven, der ängstlich und verärgert zugleich erscheint, ihre Rolle einzunehmen um über den anderen, der anscheinend wesentlich mehr Widerstand leistet, zu herrschen und zu befehlen. Beide sind wenig begeistert, gegen ihr Naturell handeln zu müssen und die Herrin scheint die Grenzen der Willenlosigkeit auszuloten, was es für mich als Beobachterin sehr interessant macht. Falls es einen freien Willen gibt, bedeutet das schließlich nicht, dass wir jederzeit danach handeln müssen.
Vielleicht ist der freie Wille auch nur eine Illusion und entsteht naiv wie wir sind durch Erfahrungen und Erinnerungen, ähnlich einer Konditionierung. Was wenn sie die beiden nun darauf konditioniert hat, das zu tun was sie verlangt – wie weit werden sie gehen? Dem Nachzüglersklaven passt es so gar nicht, dass er nun jemand anderes als seiner Herrin gehorchen soll, erst recht nicht einem Mann und versucht sich heftig zu widersetzen. Dies honoriert der andere Sklave zögerlich mit vorsichtigen Schlägen auf den nackten Arsch um für Züchtigung zu sorgen, wie es die Herrin von ihm verlangt.

Der eigene Wille erfordert zudem das Wissen um die Situation, die Handlung, den Gegenstand oder die Materie ansich. Sobald ich nichts von der Existenz einer Tätigkeit weiß, kann ich meinen Willen in keine Richtung definieren. So könnte die Herrin nicht von ihrem Sklaven verlangen, dass er mich von meinen Fesseln befreit, wenn er nicht wüsste was Fesseln sind oder wie die Kunst des Bonages funktioniert. Jetzt hätte ich allerdings gerne eine Erklärung, da ich keine Ahnung hab, was sie mit mir vorhaben. Ich fühle mich ausgeliefert. Das entspricht nicht dem ursprünglichen Plan und mir wird zunehmend klar, dass ich dem Gebieten der Herrin ebenso unterstehe, wie alle anderen in dem Raum. Dem wollüstigen Blick und der Erektion des Nachzüglersklaven nach zu urteilen, kann es so schlimm nicht sein. Ich frage mich, welche Motivation ohne jeglichen Willen noch hinter dem eigenen Sein steht, bis ich von der Herrin unter starken Schmerzen an den Haaren in die Mitte des Geschehens gezogen werde. Ich kann kaum klar denken und sehe nur noch nackte Haut.
„Was werdet ihr nun tun?“, höre ich sie mit funkelnden Augen und begeistertem Interesse fragen. Die Antwort der Männer kommt prompt: „Was immer du willst!“

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 5.0/5 (3 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: +3 (from 3 votes)
Geschrieben in Nachdenkliches,Zeitgeschehen | 2 Kommentare
murakami411

fututio actutum

Wem´s du heute kannst besorgen,
den vertröste nicht auf morgen!

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0 (from 0 votes)
Geschrieben in Sprüche | 1 Kommentar
Denkschmerz

If Brummies have Climax – oder spätes Glück

Manchmal gibt es Momente im Leben eines Menschen, in denen er, angeregt durch eine Banalität den Blickwinkel ändert und plötzlich wird ihm klar, was er die letzten Jahre/Jahrzehnte versäumt hat. Beim Bild unten scheint sich der Denkmechanismus in die andere Richtung zu bewegen und es könnte dabei den Betrachter die Frage beschäftigen, was denn um alles in der Welt ihm bisher die Lust am Sex verschafft hat. Möglicherweise waren es vielleicht nur die circa 2 Quadratmeter Haut, die ihn/sie von der harten Realität des darunter liegenden aus Muskeln, Sehnen, Organen und Bindegewebsteilen bestehenden ,,Kadavers” getrennt hatte. Anatom Gunther von Hagens, von dessen Skalpell die Vision stammt gibt uns vielleicht auf künstlerische Weise einen Fingerzeig, der sprichwörtlich ,,unter die Haut” geht.
pair

VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
VN:F [1.9.16_1159]
Rating: 0 (from 0 votes)
Geschrieben in Zeitgeschehen | Keine Kommentare